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 Korsika in 2006

 

 

Korsika la "beau",  die schönste Insel des Mittelmeers

im September 2001

 

Wer Korsika nicht kennt, der hat wirklich was versäumt. Diese Insel hat alles, was das Herz begehrt: wunderschöne einsame Buchten, glasklares Wasser, schroffe Bergwelten, urtümliche Gegenden, wilde schöne Landschaften und vor allem keine Pauschaltouristen und keine Apartment- oder Hotelanlagen.

 

Auch hier -wie auf Kreta- gilt es: rein ins Auto und von Ort zu Ort fahren.  Die Anreise ist mit dem eigenen KFZ gut zu meistern. Mit einer Zwischenübernachtung geht das ganz entspannt. Man kann die Fähren von Frankreich (z.B. Nizza) oder von Italien (z.B. Livorno und Genua)  nehmen und sollte vorab via Internet einen Platz buchen. Aber leider ist Korsika nicht billig; französische Preise plus Inselaufschlag.  Noch relativ günstig kommt man mit Camping weg. Campingplätze gibt es wie Sand am Meer und sie sind auch überwiegend gut ausgestattet.

 

Wir haben Korsika im September 2001 bereist und seitdem ist es mein bevorzugtes weil schönstes Urlaubsziel. Wir sind damals von Genua nach Bastia übergesetzt. Leider mussten wir in Genua übernachten, weil unsere Fähre ganz früh morgens startete. Die Hotelpreise sind hier atemberaubend hoch und zudem ist die Gefahr groß, dass sie über Nacht dein Auto ausräumen. Auch der Hafen wirkt sehr abstoßend.  Livorno soll hingegen viel netter sein; man fährt nur etwas länger als von Genua.

In Bastia, der Inselhauptstadt, landen wir. Ein Besuch der Stadt lohnt nicht.

 

Wir fahren auf direktem Wege über die Berge nach Westen, wo das nette "St. Florent" liegt. Ein kleiner sympatischer Ort mit vielen Restaurant, kleinen Hotels und Campingplätzen. Schon auf dem Weg dorthin bekommt man einen ersten Eindruck von den Straßenverhältnissen, die auf der ganzen Insel gleich sind: viele Serpentinen und ein schlechter Straßenzustand.

Der **Campingplatz "U Pezzo" ist nicht zu empfehlen, da die sanitären Anlagen einfach sind. Mir war es nicht möglich, eine Steckdose zu finden, damit ich meine Haare fönen konnte. Davor liegt der ***CP "Kalliste", der besser ausgestattet ist. Die sanitären Anlagen sind okay, die einzelnen Plätze parzelliert und schattig.  In der Nähe der CP liegt auch der schöne Strand von St. Florent. Es sind aber noch einige Meter zu gehen.

 

Empfehlenswert ist von St. Florent eine Tour um Cap Corse, dem Nordzipfel der Insel. Wir fahren in Richtung Bastia und biegen dann auf die Küstenstraße D 64, die oberhalb der Stadt entlangführt.  Die Straßenbeschilderung lässt etwas zu wünschen übrig und man muss ein wenig suchen, um den richtigen Abzweig zu finden. Eine gute Straßenkarte ist also nötig. Man hat von dieser höher gelegenen Straße einen schönen Blick auf die Hauptstadt, den dahinter liegenden Etang und den Flughafen. Die Küstenstraße an der Ostseite ist karg und überall wächst Macchia, das halbhohe Buschwerk, das sich nach Bränden üblicherweise breit macht. Bis zum Ort Macinaggio ist die Straße neu ausgebaut und gut befahrbar. Dann ist sie wieder die alte: eng, kurvenreich und holprig.

 

"Macinaggio" ist ein kleiner belebter Touristenort. Von hier geht es rüber auf die Westseite des Cap Corse. Unterhalb der fast 40 m hohen Passstraße liegt "Centuri-Port", ein kleines Nest mit Fischerhafen, das einen Abstecher lohnt.

 

Bei Pino nehmen wir die Höhenstraße D 33 und D 133, die laut Reiseführer sehr schön sein soll mit netten Ausblicken auf die Gegend. Der Reiseführer hat recht. Es sei erwähnt, dass auf der D 133 bei Canari die Straße ziemlich übel wird; eher ein geteerter Feldweg, uneben und sehr holprig.

 

"Nonza" ist an der D 80 wieder ein Ort, den man sich anschauen sollte. Er liegt oberhalb des dunkelgrauen Strandes und wird beherrscht von einem Genueserturm, den es hier an jeder Ecke gibt (siehe auch Asterix auf Korsika). Der Strand besteht aus asbesthaltigem Gestein und ist deshalb so dunkel. Das sind die Überreste aus dem vor 30 Jahren stillgelegtem Asbestwerk in der Nähe. Das Meer sieht an dieser Stelle tief dunkelblau aus und die Gischt erscheint schneeweiß. Ein tolles Bild !  Witzig ist, dass viele Einheimische mit weißen Steinen Namen ihrer Liebsten und anderes auf dem Sand geschrieben haben, was sich hervorragend von dem dunklen Sand abhebt. Direkt an der Durchgangsstraße liegen zwei Cafes, die sehr einladend aussehen. Das eine beherbergt eine riesige Platane, unter denen die Bar und Sitzgelegenheiten Platz finden.

 

 

 

 

 

Eine weitere Tour empfiehlt sich von St. Florent durchs Landesinnere. Zuerst geht es ein Stück die D 81 Rchtg. I´lle Rousse entlang und nach gut 5 km biegt man links auf die D 62. Die ersten Kilometer gehen kurvig durch Macchialandschaft: öd, karg, trocken, leblos. Dann aber, ganz plötzlich und unerwartet wird es grün. Bäume säumen die Straße, große Farne wachsen am Straßenrand. Hinter St. Pietro wird es richtig schön grün.  Die Kirche bei "Murato" sieht ungewöhnlich aus, wie ein Zebra. Von hier führt eine Straße durch die Schlucht "Dé filé de Lancone" Richtung Bastia. Da muss man durch. Sehr sehenswert. Man endet auf der Schnellstraße, die nach Bastia führt. Man könnte noch eine kleine Stadtbesichtigung anschließen, aber wie schon gesagt, lohnt ein Besuch eigentlich nicht.

 

 

Von St. Florent fahren wir südwärts nach Calvi. Vor Calvi, bei dem Ort Lumio, schlagen wir unser Zelt auf dem 2 km landeinwärts liegenden **CP "Panoramic" auf. Dieser CP liegt am Berghang und man hat einen tollen Blick auf die Küste. Zu dieser Zeit ist er kaum belegt; hier und da steht ein Zelt rum. Und es ist absolut still hier. Der nächstgelegene, kleine nette  Strand ist bei der "Marine de St. Ambroggio". Hier gibt es nur ein paar Ferienhäuser und einen kleinen Hafen.

 

"Calvi" ist eine touristische Kleinstadt mit einer prägenden Zitadelle am Meer. Die Zitadelle wirft in der untergehenden Sonne interessante Schatten. Aber innerhalb ihrer Mauern ist nicht viel los. Das Leben beginnt nebenan, in den Einkaufsstraßen. Hier ist viel Trubel und gegen Abend sind die vielen Restaurant in der City an den vielen kleinen Plätzen überfüllt. Einen Parkplatz ist nur schwer zu finden. Bei guter Sicht kann man im Hinterland die bis um die 2000 m hohen Berge sehen. Noch im Frühjahr sind sie schneebedeckt. Viele Postkarten von Calvi zeigen diese imposante Kulisse.

 

 

Eine Tour lohnt hier ins Hinterland. Vor Lumio geht die D 71 ab, an unserem CP vorbei durch karges Macchiagelände, eingerahmt von bis zu 1350 m hohen Berge auf der einen und das Tal mit der Küste auf der anderen Seite. Hier leben die Einheimischen von der Landwirtschaft. Die Felder sind zu dieser Jahreszeit bereits abgeerntet und sehen vertrocknet aus. Hinter Feliceto biegen wir rechts auf die D 663 nach Speloncato ab, eine kleine Straße, die uns hoch in die kargen Berge führt. Ein paar Kühe stehen am Straßenrand. Wie auch die Ziegen und Schweine laufen sie frei herum und man muss immer damit rechnen, dass so ein Tier plötzlich mitten auf der Straße steht. Auf der anderen Bergseite wechselt die Landschaft völlig. Hier ist alles sattgrün, unglaublich üppig. Wälder von Kastanien- und Olivenbäumen, Alleen begleiten uns auf den Weg nach unten. Eine wunderschöne Strecke.

Wir treffen dann wieder auf die N 197, die uns nach I´lle Rousse führt.  Wir biegen aber wieder landeinwärts ab auf die D 63, die uns nach "St. Antonino" führt. Dieser sehr alte Ort liegt hoch oben auf einer Bergkuppe. In Stein geschlagene schmale Pfade führen durch ihn hindurch. Von einer Art Terrasse hat man einen tollen Panoramablick.

 

Wir ziehen weiter gen Süden von Calvi über die D 81b, die sehr kurvenreich ist.  Bei "Galéria" lohnt sich einen Abstecher die D 351 Richtung "Manso" hinauf, um in dem Fluß "Fango" zu baden. Man muss ein wenig durch das Gebüsch klettern, um an den Wasserlauf zu gelangen, aber es lohnt sich. Man stellt irgendwo am Straßenrand seinen Wagen ab und geht nur wenige Meter zum Fluss. Das Wasser kommt gemächlich von den Bergen und bildet in seinem mit großen Wackermännern bestückten Bett immer wieder kleine Becken, wo man sich herrlich in dem klaren, kalten Wasser erfrischen kann. Aber ich glaube, dass man im Frühjahr nicht darin baden kann, da der Fluß noch zu viel Wasser führt.

 

 

"Galéria" ist ein verschlafenen Nest. Wer Ruhe mag, ist hier gut aufgehoben. Es gibt 3 Restaurants, eine Post, die nicht täglich offen hat, einen kleinen Einkaufsladen und einen naturbelassenen großen Strand. Wenn man auf Touristen stößt sind es meist Wanderer mit ihren kiloschweren Rucksäcken.

 

 

 

 

 

 

Die Küstenstraße weiter gen Süden ist wunderschön. Auf der linken Seite die 1300 m hohen Berge und auf der rechten Seite fällt das Ufer steil ab ins tiefblaue Meer. Auf dieser kurvenreichen Strecke ist man nicht schnell unterwegs, zudem ist die Straße in einem sehr schlechten Zustand. Sie endet für uns in "Porto", einem kleinen, bekannten, touristischen Ort inmitten der bergigen Landschaft. Hier findet man Hotels ohne Ende und der Ort ist ganz dem Tourismus zugeschnitten. Trotzdem hat er seinen eigenen Reiz und lohnt einen Besuch. 

Porto ist umgeben von großen Campingplätzen, deren Standard sich kaum voneinander unterscheidet.  Wir schlagen unser Zelt bei "Sole e vista"*** auf. Der Vorteil zu dem daneben liegenden "Les Oliviers"*** ist, dass man das Auto am Zelt parken darf.  Hier ist relativ viel los, denn Porto ist berühmt als Ausgangspunkt für Wanderungen in "les Calanche", den roten Felsen an der Küste. Und die sind wirklich sehenswert.

 

 

Genauso empfehlenswert ist die Wanderung durch die "Spelunca-Schlucht", die von "Ota" nach "Evisa" führt.  Beginnt man in Evisa (wie wir) so hat man den unbeschwerlicheren Weg gewählt, denn Evisa liegt auf 829 m Höhe und die muss man in anderer Richtung hinauf. Da kommt man ins Schwitzen.  Die Gegend ist fantastisch. Noch nie habe ich eine so aufregende, interessante, vielfältige Bergregion erlebt. Hinter jeder Kurve erstreckt sich ein neuer genialer Anblick ... mir fehlen die Worte!  Der "Porto" fließt durch die Schlucht und er ist schneller unterwegs als der oben erwähnte Fango. Aber auch er hat ruhige Wasserbecken, in denen man zumindest seine Füße erfrischen kann. Zum Baden war es uns zu kalt.

 

Unser nächstes Ziel ist die Inselmitte, dort, wo die Berge am höchsten sind. Wir fahren die D 84 nach "Corte". Es ist der Ort der Orte in der Bergwelt Korsikas. Hier ist Leben, hier kann man sich lassen. Zuerst muss man aber über den "Col de Vergio" auf 1477 m. Es ist kühl und auf dem Parkplatz, wo einige Wanderungen beginnen, kann man die frei laufenden Hausschweine bewundern. Die sind ganz wild auf Leckereien der Touristen.

Hinter der 800 m hoch gelegenen Ortschaft "Calacuccia" beginnt die enge Schlucht "Scala di Sta. Regina". Der Fluss "Golo" fließt durch sie hindurch und darüber die 1500 m hohen schroffen Berge. Wahnsinn! Die Straße klebt etwa 30 m über dem Fluss am Felshang. Schmal und kurvig. Absolut sehenswert.

In "Corte" müssen wir wieder campen, obwohl wir eigentlich ein Hotelzimmer nehmen wollten, denn es wird Nachts unangenehm kühl und dem wollten wir entgehen. Aber alles war hier 'complet'. Kein Zimmer war zu kriegen. Und das in der Nebensaison. Der CP "U Sognu", der an der Einfahrt der Restonica-Schlucht liegt, ist klein, einfach, aber sauber. Wir haben einen schönen Blick auf die Zitadelle von Corte, die auffallend auf einem Hügel thront.

 

 

Das was alle Touristen machen und man auch eigentlich nicht versäumen darf, ist die Wanderung durch die "Restonica-Schlucht" zu den beiden Seen hinauf.  Zuerst muss man mit dem Auto die beschilderte Schlucht hinauffahren (ca. 10 km) bis zum Ende der ausgebauten Strecke, die unweigerlich zu dem Parkplatz und den Beginn der Wanderung führt. Unangenehm stößt auf, dass der Parkplatz gebührenpflichtig ist und umgerechnet knapp 4,- Euro kostet. Das finden wir unverschämt teuer. Erst etwa 1,5 km unterhalb kann man gebührenfrei parken.

Mit vielen anderen Touristen laufen wir den gut sichtbaren Weg hinauf.  Festes Schuhwerk ist notwendig, denn Wurzeln und Steine liegen herum. Dann teilt sich der Weg und wir wählen den sportiven, also steileren, aber auch kürzeren Weg rauf zum "Lac de Melo".  An einigen Stellen ist er so steil, dass Ketten im Fels eingelassen sind, damit man nicht den Halt verliert. Wenn man auf dem Rückweg den anderen Weg hinab wählt, hat man die richtige Entscheidung getroffen.

Der  "Lac de Melo" liegt auf 1711 m Höhe und ist bis zu 15 m tief bei einer Fläche von 6 ha. Wir verschnaufen und beginnen dann den steilen, aber kurzen Anstieg zum zweiten See. Nur sehr langsam kommen wir vorwärts, weil es wirklich sehr steil ist und man oft die Hände zum Klettern zu Hilfe nehmen muss. Der  "Lac de Capitello" liegt auf 1930 m, ist bis 42 m tief und mit 5,5 ha etwas kleiner.  Die schroffen Felshänge spiegeln sich in ihm.  Wir entdecken Felskletterer über uns; sie sind auf dem Weg zum Gipfel des 2295 m hohen "Capo a u Chiostro".  Der See ist eiskalt, dass man nur Sekunden die Füße darin baden kann.

 

 

 

Um der nächtlichen Kälte von Corte zu entgehen zieht es uns an die Ostküste, an der es die größten und bestausgestattesten Campingplätze geben soll. Bei Aleria befindet sich der ****CP "Marina d´Alria". Die Pazellen sind großzügig und schattig. Die 4 Sterne sind verdient. Nur ist die Ostküste nicht sonderlich schön. Sie ist flach und es gibt unendlich viel Landwirtschaft.

Jedoch erreichen wir von hier relativ schnell die "Castagniccia", die nördlich von hier im Landesinneren liegt. Der Name ist Programm, denn hier gibt es Kastanienwälder ohne Ende. Alles grünt und blüht und ist einfach schön.  An vielen Stellen bietet sich ein Fernblick über die unendlichen Wälder in den verschiedensten Farbtönen begrenzt von der herrlichen Bergwelt. Man sollte auch die aus Kastanienmehl gemachten Kuchen und Brote probieren, die schließlich aus einheimischer Produktion stammen.

Unser nächstes Ziel ist wieder die Westküste und zwar Propriano. So müssen wir wieder durch das bergige Landesinnere (D 344) über den "Col de Verde" (1289 m) und  St. Marie-Sicche (D 83). Leider haben wir miserables Wetter. Es schüttet und wir können vor lauter Nebel bzw. tiefhängenden Wolken kaum etwas erkennen. Aber was wir sehen ist vielversprechend. "Wie im Schwarzwald", meint Vera. Also wieder eine Strecke, die sich lohnt, befahren zu werden.

 

In der Nähe von Propriano, in "Olmeto-Plage" finden wir ein kleines, günstiges, einfaches Motel namens "Arbatello" mit kleiner Terrasse und Meerblick. Campen können wir vergessen, da der Regen alles überflutet hat.

"Propriano" ist gar nicht schön. Die engen Straßen sind mit parkenden und hupenden Autos vollgestopft. Die Gehsteige sind zu schmal und alles ist zu eng. Und teuer. Auch optisch hat sie nichts reizvolles zu bieten. Diese Stadt kann man gut links liegen lassen.

 

Hingegen ist die 'zweite heimliche' Hauptstadt Korsikas "Ajaccio" sehr schön anzuschauen. Hier sollte man sich Zeit lassen für einen Bummel durch die Einkaufsstraßen, am Hafen, der Altstadt, der Zitadelle und natürlich der Landzunge "Punte de la Parata" mit ihrem Leuchtturm und dem Blick auf die kleinen vorgelagerten Inselchen "Iles Sanguinaires".

 

 

Sehenswert ist auch das nördlich gelegene "Sartène", das quasi am Berg hängt. Die Altstadt ist klein und überschaubar; ein zentraler Platz mit Platanen und Cafés ist Ausgangspunkt der Besichtigung.

 

 

 

Unser letztes Ziel ist "Porto-Vecchio". Ein touristischer, wohlhabender Ort an der Ostküste im Süden der Insel. Hier finden wir 8 km landeinwärts den FKK-Campingplatz  "U Furu" (D 198 nach Bastia, dann D 159 nach Muratello). Neben einigen Stellplätzen bietet er auch kleine einfache Bungalows an, von denen wir einen mieten können. Sie bestehen aus einem großen Raum mit Kochnische und einem Bad. Dazu gibt es so etwas wie eine Terrasse mit Liegestühlen und Tisch. Hier ist der Hund begraben. Um uns herum Natur pur und es ist fast menschenleer.  Einfach herrlich. Nackt kann man einen kleinen Bach entlanglaufen, der an einem kleinen Wasserfall endet. Es ist wie im Paradies.  Der Besitzer versorgt uns morgens mit frischem Brot, ansonsten gibt es hier nichts. Man ist darauf angewiesen, in und um Porto Vecchio einzukaufen. Für uns der ideale Platz. Anschrift für Interessierte: U Furu, Rue de Muratello, 20137 Porto-Vecchio, Tel. 0495701083, Fax 0495706347.

 

 

 

 

"Porto-Vecchio" ist ein sehenswerter Ort. Enge Gassen mit Geschäften, Bars und Restaurants prägen den alten Ortskern. Es ist auch viel Trubel hier. Viele wohlhabende Touristen, denn die Preise sind happig.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lohnenswert ist auch ein Abstecher zu den Stränden bei "Palombaggia".  Diese haben Südseecharakter mit Pinien, die den fast schneeweißen feinen Sand begrenzen. Und natürlich glasklares Wasser.

 

 

 

 

 

 

 

 

Selbstverständlich darf man nicht versäumen "Bonifacio" anzuschauen. Das liegt -28 km von Porto-Vecchio entfernt- ganz im Süden und ist auf Kreidefelsen erbaut, die sich bis etwa 60 m aus dem Meer erheben. Einen Parkplatz in Bonifacio zu finden ist schwierig und gebührenpflichtig. Aber man kommt nicht drum herum. Zuerst lohnt ein kurzer Trip zum Leuchtturm; die Straße geht vor Bonifacio ab. Man hat einen fantastischen Blick auf die Altstadt, auf die Küste und bei guter Sicht ist Sardinien nicht zu übersehen.  Die Altstadt thront auf einem Kreidefelsen und man hat sofort die Befürchtung, dass sie jeden Moment ins Meer herabrutschen könnte. Der Aufstieg durch das alte Stadttor ist steil. Enge sehenswerte Gassen und leider auch Touristennepp begleiten uns auf unserem Weg. Die Restaurants sind überteuert. So wollen die für eine gegrillte Dorade etwa 18,- Euro. Auch der Friedhof lohnt einen Besuch. Es ist der Nobelste der Insel.

 

 

 

 

Eine schöne Wanderung haben wir noch bei "l´Ospedale" gemacht. Hinter dem Stausse kommt ein Parkplatz und von dort führt ein Weg zum "Piscia di Gallo", dem Hahnenpiss, einem Wasserfall, der sich etwa 40 m in die Tiefe stürzt.  30 Minuten dauert der Weg vom Parkplatz. Zuerst ist es ein breiter Feldweg, der dann immer schmaler wird und man schließlich über steinige Pfade dem Hahnenpiss immer näher kommt. Bei dem Holzschild auf dem in französisch und englisch steht 'Ende des markierten Weges. Weitergehen riskant'  fragt man sich, warum es hier zu Ende sein soll, obwohl man noch nicht einmal den Wasserfall zu Gesicht bekommen hat. Aber hören kann man ihn schon. Wir gehen mutig weiter und verstehen dann das Warnschild. Es geht fast senkrecht den Berg hinab und man muss alle Viere benutzen, um nicht abzurutschen. Untern angelangt steht man fast am Fuße des Wasserfalles.

 

Auf dem "Col de Bavella" mit seinem in den Wind geneigten Schwarzkiefern und der Marienstatue mit den unzähligen Gedenktafeln  kann man Wanderungen in die bis zu 1791 m hohen Berge unternehmen. Bizarre Formen nehmen hier die schroffen Gipfel ein, die Namen tragen wie "Eselsohren". Felsenkletterer können wir in den Hängen erkennen. Hier ist die Natur wild und unzähmbar. Herrlich !

 

 

Aufpassen: Fast jedes Ortseingangsschild oder Hinweisschild ist durchlöchert von Schrotkugeln. Wir wissen nicht warum; wir fanden es witzig. Wir wissen nur, dass die Corsen ein wildes, eigenes Völkchen sind. So wurde mal wieder eine Villa eines Nicht-Einheimischen (=Österreichers) vor dem Richtfest in Brand gesetzt, weil er ein schönes Stück Land am Meer sein eigen nennen wollte. Und deshalb auch ist diese Insel nicht zugebaut mit Hotelanlagen und hat ihren eigenen Charme bewahrt.

 

 

 

 

 

 

Fazit:   Korsika immer wieder. Eine Wahnsinnsinsel. Unglaublich schön und wild.   Aber auch hier muss man mobil sein, weil man die ganze Insel erleben sollte. Es ist nicht durchführbar von einem Ort aus die Insel zu erkunden, weil die Straßenverhältnisse es nicht zulassen.