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Frankreich mit seiner Provence und ein Stückchen Cote d´Azur

vom 26. Mai bis 11. Juni 2005

 

1. Teil: Esparron de Verdon und Aix en Provence

2. Teil: Giens am Mittelmeer bis Salernes im Landesinneren

3. Teil: von Ramatuelle /St. Tropez bis zum Grand Canyon du Verdon

 

 

1. Teil:  Esparron de Verdon und Aix en Provence

 

Bei Cavaillon, unterhalb von Orange, fahren wir von der Autobahn ab und fahren nach Osten über die D973, unterhalb der Montagne du Luberon.  In  Vinon sur Verdon geht es auf die D952 nach Groux les Bains, der aussieht wie ein hübscher Kurort. Dahinter biegen wir rechts ab in die Einsamkeit. Über schmale Serpentinen geht es 13 km an den Lac d`Esparron zu dem gleichnamigen Ort Esparron de Verdon. Es ist ein Stausee am unteren Ende des Verdon bevor dieser im Durance mündet.

 

Müller Verlag über Esparron-de-Verdon:

Vor dem Bau verschiedener Staustufen des Verdon war Esparron ein kleines beschauliches Dorf am Flussufer. Durch den idyllischen Stausee, dessen Ausbuchtungen an kleine Fjorde erinnern, erlebte Esparron ab 1967 einen regelrechten Boom. Ferienhäuser und Campingplätze wurden errichtet, ein neues Dorf mit der notwendigen touristischen Infrastruktur entstand neben dem alten.  Der lang gestreckte, schmale Stausee eignet sich gut zum Baden (bis 20 Grad) und für Bootserkundungen. Sehr zu empfehlen ist eine Kanutour verdonaufwärts bis zur nächsten Staustufe bei Quinson. Bei dieser landschaftlich sehr reizvollen Fahrt paddelt man durch die Basses Gorges du Verdon.

 

Der Reiseführer beschreibt noch eine der schönsten Wanderung, die in 3 Stunden durch die Gorges führt. Diese Wanderung gibt es leider nicht mehr, da sich die Staustufe um einige Meter nach oben verlagert hat und nun Teile des Weges unter Wasser sind. Das konnten wir bei einer Paddeltour erkennen (dazu gleich).

 

Hinter dem verschlafenen Nest befindet sich der im Reiseführer lobend erwähnte ****CP "Le Soleil", der seinem Namen alle Ehre erweist.

Nur wenige Camper -vorwiegend Deutsche- sind hier. Um diese Jahreszeit findet man hier kaum überlaufene Plätze.

 

Müller Verlag zum CP Le Soleil:

Der von einem deutschen Ex-Fremdenlegionär geführte Platz ist einer der schönsten der Region. Gegenüber des Dorfes ziehen sich 100 Stellplätze terrassenförmig bis zum See (sehr weiches Wasser, was Vera beim Haare waschen merkte) hinunter. Vorr allem die unteren Plätze bieten eine wunderbare Aussicht, allerdings sind sie nicht mit dem PKW zu erreichen. Neben einem Restaurant (große Pizza) , einem Cafe und einem kleinen Supermarkt gibt es auch einen Spielplatz; Kanus und Kajaks werden am "Strand" des CP vermietet. Waschmaschine gegen Gebühr.

 

Der Supermarkt hat derzeit noch geschlossen. Aber man bekommt an der Rezeption Brot, das man vortags bestellen muss. Das zweite Waschhaus wird gerade renoviert und nur die Toilette kann benutzt werden. Es gibt Warmwasser an den Spülbecken, bei den Duschen und an den Waschbecken. Die Sanitarios sind sauber; leider gibt es nur ein französisches Klo. Wir bezahlen für den Camper 6,-Euro, 2 Personen 9,- Euro und Strom 3,- Euro in der Vorsaison pro Tag.

 

Esparron de Verdon ist vom Campingplatz nur über den Fahrweg erreichbar; Länge etwa 5 km. Es gibt lediglich drei Cafe-Restaurants, die Essen anbieten. Zwei davon liegen an der Durchfahrtsstraße und der Dritte, ein Imbiss, auf dem Weg zum kleinen Hafen. Wir setzen uns in den rechten der Beiden. Leider habe ich mir den Namen nicht gemerkt.

Ich wähle ein Menue für 13,-Euro mit einem Salat (Tomaten, Mozarella, Sardellen, Ziebel) als Vorspeise, einer Pizza (viel Käse, Oliven, Schinken) als Hauptspeise und einer Kugel Eis (oder wahlweise Käse) als Nachspeise.  Schmeckt alles sehr lecker. Vera bekommt mein Eis: zuvor hat sie einen Nutella-Crepes gegessen, der auch gut war.

 

Auf keinen Fall sollte man die bereits oben erwähnte Paddeltour durch die Basses Gorges du Verdon versäumen.

 

Wir leihen uns für 33,-Euro (Preis für 8 Stunden) an der Rezeption unseres Campingplatzes einen Canadier und paddeln die Gorges du Verdon hinauf. Auch am kleinen Hafen im Ort kann man Boote jeglicher Art leihen, ebenso wie am anderen Ende der Schlucht in Quinson. Die Preise sind jedoch höher als die des Campingplatzes.

 

Der Gorges liegt inmitten herrlicher Berglandschaft und bis auf wenige Boote ist niemand unterwegs.

 

Es ist so einsam, ruhig und ursprünglich, dass uns das Herz aufgeht.

 

Wir pausieren zweimal und springen in das erfrischende Wasser. Flusskrebse und später sogar eine kleine Wasserschlange bekommen wir zu sehen. Die kleinen Fische und drei riesige Karpfen begleiten uns ständig. Es ist wunderschön und der Erholungseffekt ist enorm.

 

 

 

Nach gut 3 Stunden und geschätzten 10 km erreichen wir dann Quinson.

 

Wir haben es geschafft. Am Ufer, kurz hinter der Brücke,  schieben wir unser Boot und gehen in das darüber liegende Restaurant, um etwas zu trinken.

 

Zurück paddeln wir ohne Pause. Anstrengend ist es nicht, denn das Wasser fließt ruhig und es gibt nur eine schwache Strömung.

 

 

 

 

 

 

 

 

Greoux les Bains ist ein Thermalkurort und das sieht man auch sofort. Es gibt sogar ein Casino. Der Ort ist ganz niedlich und hat für seine Kurgäste auch eine kleine Fußgängerzone, die wir erkunden.

Anschauen ist okay. Ein längerer Aufenthalt lohnt jedoch nicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

Etwa 15 km weiter liegt die 20.000 Einwohner zählende Stadt Manosque, die das das Geschäftszentrum der Gegend bildet. Am Ortsand befinden sich viele große Geschäfte, auch die bei Campern so beliebten großen Einkaufscentren. Auf der einzigen Zufahrtsstraße herrscht viel Verkehr.

Die Altstadt kann überwiegend nur zu Fuß erkundet werden, denn die Gassen sind viel zu schmal für Fahrzeuge. Es ist nett hier.

 

Müller Verlag über Manosque:

In den vom Spätmittelalter geprägten Gassen des Zentrums weist Manosque noch einen relativ unverfälschten Charme auf. Die zur Fußgängerzone umgewandelte Rue Grande führt, an der Eglise Saint-Sauveur vorbei, als Haupachse durch die Altstadt. Zwei von einst sechs Stadttoren sind noch erhalten. Den Mittelpunkt bildet die von Platanen beschattete Place de l` Hotel de Ville.

Auch zwei Cafe-Restaurants befinden sich auf diesem Platz. Er lädt wirklich zum verweilen ein und wir trinken für über 5,- € ein Bier und eine Orangina. C`est la vie.

 

 

 

 

 

Von Quinson bietet sich eine Wanderung an, die ein Stück durch die Gorges führt. Sie beginnt kurz hinter der Brücke, die den Beginn der Schlucht markiert.

Die Wanderung führt etwa 2 km am Fluss entlang, um dann den Berg zu erklimmen bis zum Andenken an eine Kapelle namens St. Maxime. 

Der im WOMO-Führer von Ralf Greus beschriebene Weg haben wir bereits unten verpasst, weil wir uns an die markierte Wegzeichnung gehalten haben. Eigentlich sollte man noch einige Meter in einen abgesperrten Weg hinein und dann einen Steig hinauf gehen, der direkt zur Kapelle führt.

 

Beim Andenken an die Kapelle St. Maxime -es ist nur ein kleiner Gedenkstein am Wegesrand und leicht zu übersehen- suchen wir diesen im WOMO-Führer beschriebenen Steig. Aber wir finden nur einen,  der überwuchert ist und für uns unbegehbar wird.

Es ist der Weg, an dem ein Autowrack liegt. Wir können uns nicht erklären, wie das hierher gekommen ist.

 

So machen wir kehrt bis zum Abzweig auf der Hochebene, wo der GR 99 nach Quinson beschildert ist. Hier oben haben wir wenig Schatten und die Sonne brennt heute ganz schön. Ein kleiner Wind macht es erträglicher.

Nach gut 3 Stunden haben wir unser Ziel erreicht. Wir fahren ein paar Meter bis in den Ort, den wir fußläufig durchgehen. Es ist ein schöner, alter Ort mit Brunnen an jeder Ecke.

 

Müller Verlag über Quinson:

Der auf 370 m gelegene Ort hat sich seinen mittelalterlichen, elliptischen Grundriss bewahrt; Teile der spätmittelalterlichen Befestigungsmauer sowie zwei Türme sind noch erhalten. Der gleichnamige See hat auch im Sommer nicht mehr als 17 Grad Celsius aufgrund seiner schnellen Fließgeschwindigkeit.

Er wird auch von dem tief liegendem Wasser des aufgestauten Verdon gespeist, das schön kalt ist.

 

 

Aix en Provence ist eine der schönsten Städte der Provence mit 125.000 Einwohner, wovon 25.000 Studenten sein sollen.

 

Wir durchkämmen die Altstadt mit ihren schmalen Gassen und den unzähligen Bars und Restaurants und Plätzen. Ein wirklich netter Ort mit ganz viel Charme.

 

An der Prachtavenue "Cours Mirabeau", die den neuen von dem alten Teil trennt, gibt es neben den 161 Platanen auch viele Restaurants, die jetzt um die Mittagszeit gut besucht sind. Die Preise sind gesalzen, aber die Franzosen geben dafür ihr Geld gerne aus.

 

Michael Müller Verlag:

Die meisten Franzosen möchten in Aix-en-Provence wohnen. Warum? Aix verspricht konzentrierten Lebensgenuss - Savoir vivre vom feinsten. Aix ist andererseits immer noch eine stolze Stadt, in der das alteingesessene Bürgertum nach wie vor den Ton angibt.... Wer von Aix redet, spricht in gewisser Hinsicht auch vom Cours Mirabeau, der von 161 Platanen gesäumten Prachtstraße im Herzen der Altstadt. Zur gegebener Zeit gibt sich scheinbar die gesamte Stadt ein Stelldichein auf diesem wohl schönsten Boulevard der Provence.

zum 2. Teil: Giens am Mittelmeer bis Salernes im Landesinneren

zum 3. Teil: von Ramatuelle /St. Tropez bis zum Grand Canyon du Verdon